Der 43. "Spielplatz für alle" steht in Nunningen

Die Kinder nehmen den Spielplatz in Beschlag

10. Juni 2018

Bild: Die Kinder nehmen den Spielplatz in Beschlag

Am 10. Juni 2018 wurde der Spielplatz Gilgenzwerg in Nunningen feierlich eröffnet. Der Spielplatz befindet sich am Rande des Dorfes angrenzend an ein Wohnquartier und ist Bestandteil der Sporteinrichtungen. Der Spielplatz wurde vollumfänglich durch Spendengelder finanziert und vom Projektteam ‚Mitenang zum Spielplatz’ mit sehr viel Engagement und Herzblut entwickelt. Der Spielplatz mit viel Aufenthaltsqualität ist auch ein Dorf-Treffpunkt und kann genutzt werden von jung und alt.

Durch die Beratung und finanzielle Unterstützung von Denk an mich konnte dieser Spielplatz hindernisfrei gebaut und so für alle zugänglich gemacht werden. Es handelt sich um den 43. hindernisfreien “Spielplatz für alle“ in der Schweiz.

Die Erreichbarkeit ist wichtig

Der Spielplatz Gilgenzwerg in Nunningen ist v.a. mit dem Auto gut erreichbar. Ein rollstuhlgerechter Parkplatz befindet sich unmittelbar beim Spielplatz. Die nächste Bushaltestelle liegt in ca. 200m Entfernung und ist nicht behindertengerecht ausgestattet.

Die Zugänge zur Anlage und die spielplatzinternen Wegverbindungen sind hindernisfrei. Dies ermöglicht nicht nur den Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung den Zugang zu allen Spielbereichen, sondern auch Begleitpersonen mit einer mobilen Beeinträchtigung oder Personen mit einem Kinderwagen oder ältere Menschen mit Gehhilfen können ihre Kinder oder Enkelkinder mühelos zu den Spielgeräten begleiten.

Als Fallschutz wird hauptsächlich mit Hackschnitzel gearbeitet. Dieser Fallschutz ist auf kurze Distanz bedingt befahrbar und erfüllt die Anforderungen für einen hindernisfreien Zugang zu den Spielelementen. Punktuelle Einfahrtsrampen in die Spielbereiche ermöglichen den stets stufenlosen Zugang, auch wenn der Holzschnitzel zusammenfällt oder weggespielt wird. Dort, wo Rasen als Fallschutz eingesetzt wird ist die Verstärkung mittels Schotterrasen erfolgt, damit die Befahrbarkeit besser und auch längerfristig gewährleistet ist.

Die Spielgeräte vor der Eröffnung.

Bild: Die Spielgeräte vor der Eröffnung.

Spielgeräte, Infrastruktur und Ausstattung

Die meisten Spielgeräte wurden so gewählt oder angepasst, dass ein erhöhter Nutzen für Menschen mit einer Behinderung vorhanden ist. Auf der Nestschaukel können sowohl Kinder mit und ohne motorische Einschränkungen gut spielen. Das Wipptier wurde mit Rückenlehne ausgestattet. Der Zugang über Rasen zum Balancierweg wurde stellenweise durch Schotterrasen verstärkt. Die Balancierelemente weisen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade auf und sind so von Kindern mit unterschiedlichen Fähigkeiten nutzbar. Der grosse Kletterparcours ist hindernisfrei zugänglich und ermöglicht so die passive Teilhabe. Der grösste Teil der Kletterangebote weist jedoch einen höheren Schwierigkeitsgrad auf. Eine kleine Hangrutsche wird mittels Erdmodulierungen hindernisfrei erschlossen und somit auch für Kinder mit eingeschränkten mobilen Fähigkeiten und z.T. sogar Kinder im Rollstuhl zugänglich. Dafür ist der Rutsche ein Einstiegspodest auf Sitzhöhe angefügt worden, was den Transfer vom Rollstuhl ermöglicht. Beim Sandbereich wurde zwischen Erschliessung und Sand ein grosses Holzpodest eingesetzt. Dieses dient einerseits als Unterlage für Sandspiele, andererseits auch als Sitzgelegenheiten auf welche z.B. auch ein Rollstuhlfahrer transferieren kann. Einer der Sitzpoller beim Strauchhaus wurde als Sitzelement mit Rückenlehne ausgestattet und der Tisch des Elfenhauses ist von einer Seite her hindernisfrei erreichbar.

Die Infrastruktur des Spielplatzes Gilgenzwerg in Nunningen ist sowohl hindernisfrei zugänglich wie auch nutzbar. Es sind beschattete Sitzmöglichkeiten mit Rückenlehne und Armstützen vorhanden. Die Bank-Tisch-Kombinationen sind jeweils stirnseitig unterfahr und somit auch für Rollstuhlfahrer gut nutzbar.1