Jugendherberge Zug: Wiedereröffnung als barrierefreier Betrieb

Aussenansicht der Jugendherberge Zug.

23. April 2018

Der Gästebereich der Jugendherberge Zug wurde in den vergangenen Monaten komplett erneuert und nach den Richtlinien der Barrierefreiheit gestaltet. Am 29. März 2018 öffnete das Hostel bereits wieder seine Tore für die Gäste. Als barrierefreier Betrieb dank der Stiftung Denk an mich.

Alle Fotos: Michel van Grondel

Nach einer viermonatigen Umbauphase steht die Jugendherberge Zug ab sofort wieder ihren Gästen zur Verfügung. Im Rahmen einer umfassenden Renovation des 1987 erbauten Hostels wurde der Gästebereich komplett umgebaut und neu möbliert. Aufgrund der auf Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit fokussierten Ausrichtung der Schweizer Jugendherbergen (SJH) wurde beim Umbau ein spezielles Augenmerk auf den barrierefreien Zugang sämtlicher Gästebereiche gelegt. So wurden dank der finanziellen Unterstützung durch die Stiftung «Denk an mich» insbesondere die Nasszellen auf die Ansprüche von Menschen mit Behinderungen angepasst. Insgesamt stehen in der Jugendherberge Zug 23 Betten in elf hindernisfrei ausgebauten Zimmern zur Verfügung. «Der Umbau bildet den baulichen Schlusspunkt des mehrjährigen Projektes ‹Ferien – zugänglich für alle›, das inzwischen im ganzen Schweizer Tourismus Nachahmungseffekte erzielt», freut sich Catharina de Carvalho, Geschäftsleiterin der Stiftung «Denk an mich».

Ebenfalls neu sind der Lounge-Bereich mit gemütlicher Lese- und Kinderspielecke sowie die Buffetausgabe im Speisesaal. Das ganze Haus wurde mit neuen Fenstern versehen, wodurch die Isolation und damit die Energieeffizienz des Gebäudes deutlich verbessert werden. Im Zuge des Umbaus von Soliman Zurkirchen Architekten wurde auch die Zimmereinteilung optimiert und das Bettenangebot von ursprünglich 88 auf 92 Betten ausgebaut. Entsprechend den heutigen Gästebedürfnissen wurde die Anzahl der Doppelzimmer mit eigener Dusche/WC erhöht. Zudem umfasst das Angebot neu auch zwei Familienzimmer mit eigener Dusche/WC und Platz für bis zu sechs Personen. Wichtigstes Gästesegment der Jugendherberge Zug sind mit einem Anteil von rund 55 Prozent die Einzelreisenden, gefolgt von Gruppen und Schulen (29 Prozent) sowie Familien (17 Prozent).

Für den Umbau der Zuger Jugendherberge investierte die Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus als Eigentümerin und Bauherrin rund 1,5 Mio. Franken. Ursprünglich war ein Umbau in zwei Etappen vorgesehen, die Arbeiten konnten jedoch gleich in einer Etappe vollumfänglich abgeschlossen werden. «Wir freuen uns, dass wir unseren Gästen in Zug nun wieder eine attraktive Unterkunft bieten können, in der sich auch Menschen mit Behinderungen frei in allen Bereichen bewegen können. Dass alle Arbeiten in einem Zug ausgeführt werden konnten, freut uns natürlich zusätzlich», sagt SJH-CEO Fredi Gmür.

Eckdaten Jugendherberge Zug

Erbaut: 18. Dezember 1987

Beginn Umbau: 27. November 2017

Wiedereröffnung: 29. März 2018

Betten: 92

Zimmerangebot:

6 Doppelzimmer mit Dusche/WC (zwei davon hindernisfrei)

8 Viererzimmer mit Lavabo

2 Sechserzimmer für Familien mit Dusche/WC

6 Sechserzimmer mit Lavabo