Lisbeth Streit reiste früher im Sommer ans Meer, ging im Herbst Wandern in Leukerbad und im Winter fuhr sie gerne Ski in den Bergen des Berner Oberland. Damenschneiderin war ursprünglich ihr Berufswunsch. Es sollte etwas anderes werden und Lisbeth Streit fand ihre Berufung als Hauswartin. Das war sie gerne und gleichzeitig war ihr der Ausgleich zur Arbeit wichtig. In ihrem grossen Schrebergarten verbrachte sie viel Zeit und schöne Stunden. Die Arbeit mit den Händen, draussen an der frischen Luft, die erdete sie.
Die Handarbeit, die hat sie im Alter und in ihrem Altersdomizil wiederentdeckt und weiterentwickelt. Seit dem Jahr 2022 strickt und häkelt sie. Und zwar richtig viel. «Ich stricke den ganzen Tag», sagt Lisbeth Streit. Und sie strickt in vielen Variationen. Bärchen oder Pullover. Die vielfältigen Kreationen dekorieren das Domizil. Sie verschönert das ganze Haus mit ihren Werken. Die Pullover schenkt sie gerne ihren Enkeln.
Eine beachtliche Menge Bärchen strickt sie für einen guten Zweck. So erschafft sie seit Längerem auch Trösterli für die Stiftung Denk an mich. Über 80 Bärchen sind es mittlerweile. «Ich mache das gerne. Kann ich mit meinem Hobby etwas Gutes tun, tut das auch mir gut», so Lisbeth Streit. Bei einem Workshop mit der Lismi-Gang tauschte sie sich mit Gleichgesinnten aus. Über das Handwerk, über die Freude des Spendens und über die Kombination von beidem. Deshalb macht sie weiter. Sie strickt und häkelt Tag für Tag, Stunde für Stunde. Weil es sie erfüllt und weil sie damit hilft, zu helfen.
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